Du arbeitest nur an einem Computer
Lass den Vault lokal liegen und aktiviere ein automatisches Betriebssystem-Backup:
Das Backup-Ziel sollte ein externes Laufwerk oder ein Netzwerkspeicher sein. Eine zweite Kopie auf derselben internen Festplatte hilft nicht, wenn das Gerät ausfällt.
Du arbeitest auf mehreren Geräten und willst es einfach
Nutze Obsidian Sync für die Synchronisation und zusätzlich Time Machine oder den Windows-Dateiversionsverlauf für das Backup.
Obsidian Sync ist der offizielle Sync-Dienst. Er bietet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Versionsverlauf, selektive Synchronisation und Wiederherstellungsmöglichkeiten. Die aktuellen Tarife und Unterschiede findest du direkt auf der Obsidian-Preisseite.
Wichtig bleibt: Auch ein komfortabler Versionsverlauf ersetzt keine unabhängige Sicherung. Ein lokales, versioniertes Backup schützt dich zusätzlich vor Accountproblemen, Fehlkonfigurationen und größeren Sync-Fehlern.
Du nutzt bereits OneDrive
Ein Obsidian-Vault kann mit OneDrive funktionieren. Beachte dabei diese Regeln:
- Stelle den Vault-Ordner auf „Immer auf diesem Gerät behalten“.
- Warte vor dem Gerätewechsel, bis OneDrive vollständig synchronisiert hat.
- Bearbeite dieselbe Notiz nicht gleichzeitig auf mehreren Geräten.
- Prüfe Konfliktkopien, bevor du sie löschst.
- Nutze zusätzlich ein separates Backup.
Der erste Punkt ist besonders wichtig. Mit OneDrive Files On-Demand können Dateien nur als Platzhalter auf dem Gerät liegen. Obsidian benötigt jedoch den vollständigen Vault lokal, damit Notizen, Links und Anhänge zuverlässig verfügbar sind.
Auf iPhone und iPad ist OneDrive für einen Obsidian-Vault laut der offiziellen Obsidian-Sync-Übersicht keine vollständig unterstützte Standardlösung. Wenn iOS oder iPadOS zu deinem Workflow gehört, ist Obsidian Sync oder iCloud meist die geradlinigere Wahl.
Du nutzt bereits Google Drive oder iCloud
Für Google Drive gelten dieselben Grundregeln: Der komplette Vault muss offline verfügbar sein, die Synchronisation sollte vor dem Gerätewechsel abgeschlossen sein und ein separates Backup bleibt nötig.
Auf iPhone und iPad ist Google Drive laut Obsidian ebenfalls keine vollständig unterstützte Standardlösung für Vaults. Unter Android kann eine zusätzliche App oder Konfiguration nötig sein.
iCloud Drive passt vor allem zu einem reinen Apple-Setup. Stelle auf unterstützten Systemen sicher, dass der Vault heruntergeladen bleibt. Die Obsidian-Dokumentation weist darauf hin, dass iCloud unter Windows zu Duplikaten oder beschädigten Dateien führen kann. Für gemischte Apple- und Windows-Umgebungen ist deshalb Obsidian Sync oft einfacher.
Du willst Versionskontrolle und arbeitest gern technisch
Mit Git erhältst du einen nachvollziehbaren Verlauf deiner Änderungen. Das ist besonders nützlich, wenn dein Vault viele strukturierte Markdown-Dateien enthält oder du Änderungen bewusst versionieren willst.
Ein typisches Setup:
- Der Vault liegt lokal.
- Git zeichnet Änderungen auf.
- Ein privates Repository auf GitHub oder GitLab speichert eine zusätzliche Kopie.
- Ein Betriebssystem-Backup sichert den kompletten Vault unabhängig davon.
Git hat zwei Nachteile: Du musst Änderungen zuverlässig committen und zwischen Geräten korrekt pushen und pullen. Außerdem solltest du vor dem Hochladen prüfen, ob dein Vault vertrauliche Notizen, Zugangsdaten oder andere sensible Inhalte enthält.
Für eine automatische Synchronisation zwischen eigenen Geräten ist Syncthing eine weitere Option. Syncthing ist kein Cloud-Backup. Mindestens ein anderes Gerät muss erreichbar sein, und auch hier brauchst du eine getrennte, versionierte Sicherung.